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Die katholische Kirche Schlesiens : nebst einem Anh., enth. einige Wünsche eines vieljährigen Seelsorgers
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verkauft das heiligste Opfer nicht. Spiegelfechterei!blendende Täuschung! Die Leute wollen die Messe, unddie besondere Frucht der Messe; für diese bezahlen sic undnicht für die Mühwaltungen deö Priesters. Ist das Al»mosen oder Vertrag und Kaufhandel? Wenn ich zumBettler spreche: ich gebe dir 6 Sgr., und du betest fürmich einen Rosenkranz. Betrachtet euch, Priester, mit un-befangenen Augen. Handelt nicht oft die geplagte Armuthmit euch um die Taxe. Schon oft ist mir der Fall vor-gekommen, daß das Volk, wenn ich ihm das Mcßgeldwieder zurückgab und cs über den wahren Werth derMesse belehrte, ausrief: Behalten Sie das Geld, eS möchtesonst die heilige Messe nicht gelten. Gälte die obigejesuitische Distinction, so wäre in unserer ganzen Religionnichts so heilig, aus dem der Klerus nicht seinen zeitlichenGewinn ziehen könnte. Wie viele Priester gibt es denn,die uneigennützig genug sind, ihren Gläubigen darzuthun,die Meßstipendien seien bloß eine Unterstützung zum Lebens-unterhalte der Priester, ihr geistliches und leibliches Wohlhange davon ab, wie andächtig sie der heiligen Messe bei-wohnen, was sie aus der Betrachtung der.christlichen Re-ligion für gute Belehrungen schöpfen, die auf die Erfüllungihrer Pflichten, die Belehrung ihres Verstandes, die Bes-serung ihres Herzens Einfluß haben, und sie dann im Lebenausübcn? Wohl dem, der mit mildrcicher Hand einenwahren Verkünder der christlichen Religion unterstützt! Mußes aber nicht für einen hülfsbedürfligen Priester trostlossein, daß er Unterstützung empfangen soll aus den Händenarmer und einfältiger Leute, die in einem falschen Wahne

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