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fuhrt hat, und die noch immer geduldet werden. Wirwollen zu Gott bitten, daß er jede Pflanze, die er nichtgepflanzt hat, ausrciße. —
2) Wer dem Altäre dient, soll auch vom Altäreleben. Dicö hat Christus und der Apostel Paulus*) ge-sagt. So wie nun aber Niemand zu tadeln ist, der täg-lich Messe liest, so kann er auch nicht getadelt werden,wenn er täglich Meßgcld annimmt. Nein! leset, betrach-tet den Spruch deö heiligen Apostels im Zusammenhänge!Paulus redet von den Priestern des alten Bundes, undsetzet sie mit denen deö neuen Bundes im Gegensatz; diejüdischen Altardiener, sagt er, mußten vom Altäre leben,den christlichen hingegen gebührt ein Unterhalt vom Evan-gelium. Der Heiland und seine Apostel reden von evange-lischen Arbeitern, von Priestern, die ihrem Berufe undStande gemäß im Weinberge des Herrn arbeiten, dasVolk im Christenthume unterrichten, predigen, die Sakra-mente verwalten und ihre ganze Sorge dahin richten, daßsie die ihnen anvcrtrauten Seelen aus dem Wege des Heilsleiten und sicher zum Himmel führen. Hier ist kein Wortvom Altar, kein Wort von der Messe, kein Wort von demRechte, den Unterhalt von der Messe zu fordern. BloßeMeßpriester ohne Seelsorge hat Christus nicht eingesetztund die Kirche nicht nöthig. Sie sind ein Schandfleckder Kirche. Allen Priestern, die nicht Seelsorgeüben, und keinen Priesterdienst außer derMesse verrichten und deshalb bloß Halbpriester sind,
*) Matth. 10, 10. 1. Cor. 9, 13.
Kathol. Kirche Schlesiens.
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