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Die katholische Kirche Schlesiens : nebst einem Anh., enth. einige Wünsche eines vieljährigen Seelsorgers
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borgenen Falten ihres Herzens sehen, prüfe du ihr Herz,du weißt ja, ob ihre Bitten rein, ob sie um wahrhaftgute Güter bitten, erbarme dich ihrer und gib ihnen»ach dem Maße ihres Glaubens, ihrer Liebe, Treue und- ^ des Gehorsams, gemäß der göttlichen Weisheit. Nur soweit erstreckt sich die Intention deS Priesters, und bäte er«och so feurig und inbrünstig zu Gott. Der Mensch,! der mit wahrem Glauben und reinem Herzen der Messe

beiwohnt, wird erhört, ohne daß er einen Priester zu bc-i I, zahlen braucht, der aber, in dessen Herzen böse Lust weilt,k wird sammt seinen Geschenken verworfen.Der Priester,"schreibt Soto*),mag wohl für Jemanden Messe hal-^ tcn, doch die Wirkung der Messe hangt nicht von dem^ Willen des Priesters, sondern von des andern Glaube,

s Liebe und Zubereitung ab," und geradezu behauptet er:^der Andacht der heiligen Messe beizuwohnen, ist weitbesser und heilsamer, als dieselbe für sein Geld lesen zulassen." Nur mit wenig Worten will ich noch dieGründe abfertigen, welche die Habsucht erfunden hat, ihreHäßlichkeit mir einem Schleier zu umhüllen, und ihreschändliche Praktik scheinbar zu verlheidigen.

^ 1) Man sagt, die Meßstipendicn sind an die Stelle

^ der ehemaligen Oblationen getreten. Ihr Gebrauch istdurch eine vor mehreren Jahrhunderten eingeführte und bisauf unsere Tage fortgesetzte Gewohnheit autorisirt, der,^ sich zu fügen, nicht unrecht ist. Die Disciplin der

*) 8olo <1e üaci'is. rni'ssae leet. 7. es. DLII.

^ l c. 2. V 2 N LsslLn ZUK ecoler. V. e. m. aVo. 28.