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Die Gnade und der Segen des Himmels hangt weder vonder Intention des Priesters und dem Gebet des Zahlers,noch von der kirchlichen Beiwohnung ab, sondern allein vonder Innern Beschaffenheit nnsers Herzens. Dies beweisenselbst die Gebete, welche die Kirche bei der Messe demPriester in den Mund legt. Die Messe wird stets sür alleLebenden und Verstorbenen verrichtet. Es heißt: „Gedenke,v Herr, deiner Diener und Dienerinnen — und aller An-wesenden, deren Glauben und Andacht dir bekannt sind."Es heißt nicht: „Gedenke, o Herr, dieser Diener und Die-nerinnen, deren bezahltes Meßgeld dir bekannt ist;" son-dern: gedenke, o Herr, derjenigen, die sich hier vor dir de-mnthigen, aller An- und Abwesenden, die auf mich ihrVertrauen gesetzt, daß ich ihre Wünsche dir vortrage; aberich bin ein schwacher Mensch, ich kann nicht in die vor-
über schon nicht bloße Gebete, sondern auch die verschiedenen Mes-sen für Verstorbene. . Die Legion von Privat-Mess- und Mönch-priestern machen endlich vorzüglich im neunten Iahrh. wie Lho-massin zeigt, ebenfalls die Messe zum Privatopfer für Verstor-bene, dessen Frucht man Einzelnen zueignen kan». Aus dieser Quellehaben der Glaube des Volkes, man könne nicht genug Messen sürVerstorbene lesen lassen, und die Menge von gestifteten Seelenmessenihren Ursprung. Wenn die Lehre von der Fürbitte der Lebendigenund der Frucht des Messopfers für die Verstorbenen nicht beschranktund auf reine Grundsätze zurückgeführt wird, so must sic zerstörendeFolgen für die Moralität haben. Wer wird den beschwerlichen Wegder Lugend betreten und mit ausdauerndem Muthe seine Seele vonallen sündlichcn Flecken zu reinigen suchen, wenn er noch jenseitsdurch leichte Mittel rein gewaschen werden kann, wenn schon einleichtes und wenigstens für Reiche so unbcschwerliches Mittel zu Ge-bote steht, wenn cs bloß nöthig ist, seinen Anverwandten das hin-terlassene Gut zu entziehen und den Priestern zuzuwerfen, um nur— aus dem Fegefeuer errettet zu werden! —