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Irrthum zu bestärken *). Vergösse» diese Menschen nicht,daß Christus für alle und jede gestorben ist, und daß dasOpfer, das in der Kirche verrichtet wird, von einem unend-lichen Wcrthe ist? Der Jrrthum, als könnte ein Meßprie-ster irgend einem einzelnen die Frucht des Meßopfers zu-wenden, ist erst entstanden durch die Habsucht der Prie-ster, und ihn suchte in seiner Geburt zu ersticken, ein Con-cilium unter Engen II-**), Leo IV. und vorzüglich Wa-lafried Strabo ***). In Betreff der vielen Seelen-messen der Verstorbenen sagt ein deutsches Concilium Fol-gendes: „Jrrthum und unerträglicher Jrrthumist es, zu glauben, daß dem Verstorbenen nur durchdas dem Priester gereichte Almosen und durch bezahlteMessen geholfen werden könne; die dieses glauben, sindentweder unwissende oder betrogene Leute. Wahrscheinli-cher Weise ist die Habsucht die Mutter einer Lehre, wo-mit die gutherzige Einfalt betrogen wird ****)."
*) k>snc. <le NsiIenlUz sie obiationidu, «cl slt-,re Z 17 .
**) vom. an. 82?. e. 1?.
***) Ütrako äe rekus eecles. e. 12.
*"*) Colon. -»>. 1530. x. 7. c. 28. Man hat frühzei-
tig in der Kirche für Verstorbene, Laien, Kirchendiener, Märtyrer,Apostel und Propheten gebetet. Lonst. ^«st. I. VIII. c. 12 . Manlas auch in der Liturgie einige Namen der ausgezeichnetsten vor.Die gallicanische und mozarabischc Messe verbindet im LIemenw dieHeiligen, Todten und Lebendigen. Aber noch war die Messe ein all-gemeines Opfer für Lebendige und Lodtc. Im leoninisthcn Sacra-mentarium kommen im ganzen nur fünf Gebete für die Verstorbe-nen , drei für die verstorbene» Christen überhaupt und zwei für Bi-schöfe vor. Hier steht noch nichts vom Dritten, Siebenten undDreißigsten für Verstorbene und wie die Andachten weiter heißen.2m gelastanischen und gregorianischen Sacramentarium findet man