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gesetzte Schranken durchbrochen hat. Ich scheue mich nicht,zur Schande und zur Schmach der Klerisei eS öffentlichanszusprcchen, daß so viele unwürdige Mitglieder nochheut den gottlosen Handel treiben. Häufig genug gibt eSPriester, die bei allen Gelegenheiten Messen zusammen su-chen, nach dem Meßgelde hungrig schnappen, und gegenbaare Bezahlung willfährig sind, den Irrwahn des Pöbel-zu bestätigen. Was wird nicht an Wallfahrtsorten fürhimmelschreiender Mißbrauch getrieben!
Die Pfaffen bei denselben betrachten ihreGötzenbilder als heilige Alraunen und ihreKirchen als privilegirte Kanfbuden, fordern fürMessen auf dem Altar vor dem gotteslästerlich sogenann-ten Gnadcnbilde mehr als die Tare besagt, und versen-den dann diese Stipendien mit Rabatt. Viele feierngroße Feste mit Ablassen, Seapulier-, Rosenkranz- und an-dere Brüderschafts-Feste und locken das Volk herbei.Solche Tage find für sie Tage der Ernte, die Meßgelderin ihre Scheuern zu sammeln, für das Volk sind sieTage des Hungers und des Todes. Noch immerwerden auf das Verlangen des Volks Messen gelesen füralle möglichen Intentionen, auf eine bestimmte Meinung,um zeitliche Güter und wegen körperlicher Leiden: z. B.zum heiligen Anton in s.von Padua wegen verlorner Sa-chen, zum heiligen Florian wegen Feuersgefahr. Dazukommen die Messen des päpstlichen Jndults für armeSeelen, die Engelmesscn, n. s. w. Bei Begräbnisse» wird,Mini zwei Geistliche an einem Lrtc sind, zuerst die Tod-tcnmcsse, dann nach dem Begräbnisse die Freudenmeffe ge-