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Die katholische Kirche Schlesiens : nebst einem Anh., enth. einige Wünsche eines vieljährigen Seelsorgers
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zu lösen. Sie beteten nämlich drei oder vier verschiedeneEingänge, drei oder vier Orationen und eben so viel Epi-steln und Evangelien; vom Offertorium bis zur Coinnui-»ion blieben sie bei der gewöhnlichen Rubrik, nach derCommunion aber fuhren sic fort, wie sie augefangeu hat-ten, und vervielfältigten die Gebete am Ende, wie beimAnfänge. Diese Messen nannten sie hiernach Kikucirss,trikgcitkw, zweiförmige, dreiförmige, und ließen sie fürzwei, drei, oder so viele Messen gelten, als sie Meßgel-der eingenommen hatten. Alle diese himmelschreiendenMißbräuche verboten die Concilen. Ein Concil zu Paris1212 c. 12 spricht: „Wir verbieten in der Kraft des hei-ligen Geistes, daß Niemand verhalten werde, auf alljäh-rige, drei- oder siebenjährige Messen etwas zu gebe», oderim Testamente zu vermachen, weder daß ein Vertrag, odereine bemäntelte Erpressung von den Priestern, oder ihrenUnterhändlern gemacht werde*)." Um von den Gclder-prcssnngcn der gemeinen Priester Proccnte zu ziehen, er-fanden die römischen Päpste die privilcgirten Altäre —ein neues Blendmittel für das betrogene Volk.Solche himmelschreiende Mißbräuche hat das schändlicheMeßgewerbe sietö mit sich geführt. Es ist schreckbar, daßnach so vielen Verordnungen wahrhaft heiliger Bischöfe,und großer Kirchcnvcrsammlunge», der schnöde Geist desMeßgewerbes gesiegt, ja bis jetzt alle ihm von der Kirche

*) Non-, ,e,'. Ittui'g. l. 1. 0 . 15. N. 6. 7. Concil. ^rjnisFr-»,.789. X. 6 et 7. Lonstit. Her>r8. nn. 888. c. 90.

119ä. e. 8. 1200. e. 3. VVinZoi. 1240. o. 26. — "l'rillent.

Lers. XXII. c!e okseiv. ir» eeleln. Aliens.