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Die katholische Kirche Schlesiens : nebst einem Anh., enth. einige Wünsche eines vieljährigen Seelsorgers
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das geopferte Geld für sich*) und alle Concilien-Beschlüssekonnten ihrem Geize keinen Einhalt thnn**). Die Laien,wie sehr sie auch Anfangs sich ärgern über den Wuchergeiziger Pfaffen, finden sich allmahlig drein, glauben abernun auch berechtigt zn sein, für ihr Geld zu einer beque-men Zeit, an einem gefälligen Orte, und nach ihrer In-tention, Messen von dem gemietheten Priester sich lesen z»lassen. So entsteht der Meßstipendienhandel. Der dieverheerendsten Folgen, gleich einer Pestseuche, in der KircheGottes verbreitet. Diese Meßstipendien hatten zur Folge,daß eine Menge von Priestern ausgeweiht wurden, dienichts als Mesteleser — ein Schandsleck der Christus-Re-ligion — waren, die sich auf öffentlichen Heerstraßen Her-umtrieben, dort wo sie am meisten die Menschen betrügenkonnten, ihre» Sitz aufschlugcn oder als Vurgpfaffen indie Dienste adelichcr Herren gingen. Der berühmte Erz-bischof von Lyon, Agobard, rnst schon im neunten Jahr-hunderte aus: „Es ist zur gottlosen Gewohnheit gewor-den, daß jedweder ansehnliche Mann sich einen HauS-priester miethe, nicht zu seiner Gewissenspsiege, sondern zuseiner Bedienung. — Es lassen sich solche Priesterfinden, welche im Hause die Tafel decken, die

*) Di« erste Spur dieser Zueignung findet man gegen das Endedos aebten Iahrh. in der rcgul» tlli>oele»i,i>zi c. 32 >1« eloonios)-»..wo jedem Kanoniker erlaubt wird, das Almosen, das ihm für seineMehr dargereüht wird, anzunehmen, und zum beliebigen Gebrauchezu verwende».

**) t'mr. INirinyil. lid. tä. og. tä. tslrrisi.

1'. 1!l. O. 2.