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Die katholische Kirche Schlesiens : nebst einem Anh., enth. einige Wünsche eines vieljährigen Seelsorgers
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tobten und unverständlichen Worte, und die vielen Ceremo-„ien, welche die Priester mit pharisäischer Genauigkeit ver-richten muffen, eine Kraft setzt, und hofft dadurch, ohneeigentliche Besserung des Lebenswandels und ohne Erfül-lung seiner Pflichten sein eignes Heil zu bestellen. Gerechtsind daher die Wunsche, die schon so oft und so laut überUmbildung der Privatmesse geäußert wurden; und so schnellals möglich sie zu erfüllen, erheischt das Wohl der Reli-gion. Was soll ich erst von den Meßstipendien reden, diehabsüchtige Priester noch immer annehmen? Ihr Ursprungist erst zu suchen, als die Oblationcn*) dem Volke be-schwerlich fielen und unterlassen wurden. Man fing imachten Jahrhunderte an**), anstatt des Brotes und deSWeines Geld zu opfern, das aber nicht dem einzelnenGeistlichen gehörte, sondern für Kirchendiener überhauptund für Arme verwendet wurde***). Doch habsüchtigePriester beraubten die Armen dieses Vortheils, behielten

*) Siche die vorhergehende Note.

**) Die Zeit des Aufkommens dieses Gebrauches läßt sich nichtganz genau angeben. Vlloinussin. äs vet. et nov. äiscPI. «celes.1°. III. I. 1. c. 71. bis. 18. ivliilnllon Pi'icskut. in s»ec, 111. o. 8.N. wo. 62. setzten ihn ins achte Jahrh., wo er wenigstens bei denschon aufgckommenc» Stillmcsscn ausgcübt wird. Auch Vun Lszwnjus ecdss. p. 2. Vit. 5. c. 5. bin. 2. billigt diese Meinung. Irsn-ciscus äs Lerlsnäis äs oblutionibns eoinin. er z)ecn1iur. zi. 295.Vonst. 1743 bemühet sich, diesen Gebrauch mit unbefriedigenden Grün-den höher hinauf zu führen.

S. auch Kensäict. XIV. äs s^noä. äiosces. p. 1, lid. 5. c. 8et 9.

6nnc. k-nis. 829. c. 15. zu Achen 826. c. 2. Honorius vondlutun in 6emins snimue lib. 1, c. 66.