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Die katholische Kirche Schlesiens : nebst einem Anh., enth. einige Wünsche eines vieljährigen Seelsorgers
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VicS auch vor Laien lhuir, und von Gelächter und Spielan den Altar gehen. Manche christliche Eheleute ent-halten sich vor der Communion der ehelichen Veiwohnung,die doch der Moralität fähig ist; und Priestern Prie-stern erlauben die Moralisten Sanctius, Baunius undAndere, ihre Messe zu halte», wenn sie auch einige Stun-den vorher Unzucht getrieben haben. Wohl gibtö frommePriester, die mit möglichster Reinigkeit ihres Gewissens,mit Zerknirschung, lebhaftem Glauben, brünstiger Liebe undEhrfurcht die heilige Handlung begehen. Aber barmherzi-ger Gott! es gibt zu viele ärgerliche Beispiele der Bösen;und es bleibt wahr, daß böse Priester, die den Altartäglich schänden, der Religion und der Kirche weit größereUnbilden zufügcn, als die lasterhaftesten Weltmenschen.Nur die Alltagsgewohnheit kann sie gegen die Verantwort-lichkeit ihrer heiligen Verrichtungen so gefühllos machen,daß sie Las Allerheiligste ganz mechanisch verrichten, denLeib und das Blut Christi wie eine gemeine Speise ver-schlingen.

Diese Gefühllosigkeit, sagt Beda Pracher*), istes auch, die endlich zur gänzlichen Unempfindlichkeit gegenalles, was bisher dem Menschen heilig war, herabsi'nkt.Und so wird der Mensch ein Ungeheuer, und der zu dieserTiefe einmal gesunkene Priester ist das widerspruchvollsteDing auf Erden: theoretisch der dümmste und bigotteste

Neue Liturgie des Pfarrers M. in K. im Departement L.(Pracher.) Mit einem Anhänge von Len besten Mitteln, guteGeistliche zu erhalte». Lnbingen 180 L.

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