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Sittcnlosigkcit, Pracht und Glanz im Gottesdienste sichimmer mehr verbreiten, wird eine besondere Kleidung deSKlerus üblich. Erst als man den natürlichen Ursprungso vieler einzelner Handlungen und den Zusammenhang dereinzelnen Thcile nicht einsah, fiel es mystischen Grüblernein, den Faden des Zusammenhanges so vieler Theile derMesse in der Mystik zu suchen, und die Römlinge gebrau-che» diese mystischen Auslegungen, um den Widerspruchdes im Heiligthume herrschenden Unsinns gegen die wahreHeiligkeit und innere Würde des Priesterthums zu mas-kiren. — Erst in den Jahrhunderten der Finsterniß zwängteman die ganze Gotteöverehrung in die Gestalt des Meß-buches hinein. Der Stolz der Bischöfe, die Unwissenheitdes Klerus, die gänzliche Ausschließung des Volkes vonder Theilnahme am Gottesdienste, die grenzenlose Thor-heit, Menschen in einer fremden Sprache belehren underbauen zu wollen, die unerleuchtete Privatfrömmigkeit ein-zelner Bischöfe und Priester, denen Geschmack, Kritik,Gefühl für wahre Gottesvcrehrung in eben dem Maßemangelten, als sie erfüllt waren von den Vorurtheilenihres Zeitalters, von Aberglauben, von Liebhaberei füräußern Pomp, das waren die Ursachen so vieler einzelnerCeremonien, Gebete .... und das Aggregat so vielerStücke des Meßbuches, ein Werk des Zufalls, des Aber-glaubens .... wird vom römischen Hofe als ein vollkom-menes Werk der katholischen Kirche, allen Begriffen vonGottesverehrung und allen Rechten der Bischöfe zum Hohn,vorgeschriebe». — Daher ist aber auch die jetzige Z)keß-anstalr weit entfernt von der öffentlichen Gottesverehrung