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der crsicn Christen. Das meiste ist in dieser Hinsicht be-reits znr Genüge erörtert worden; ich füge nur noch Fol-gendes hinzu. Die Predigt, die Hauptsache des Christeu-rhums, folgte noch nach dem I. 1000 hinter dem Evange-lium, war mit der Abcndmahlsfeier innig verbunden undmachte mit ihr Ein Ganzes aus; jetzt wird sie entwedervor- oder nachgeschickt und in der Privatmesse ganz weg-gelassen. Das Anrauchern der zu consecrirenden Symbolegeschieht bis 1200 n. Chr. nicht und im I. 1400 weißmau nichts vom Händehalteu über die Hostie und demKniebeugen vor derselben. Ucber 1200 Jahre bringen dieGläubigen die Opfergaben selbst zur Kirche, genießen mitdem Priester das Abendmahl, und beschließen die feierlicheHandlung mir lautem „Amen!" Die alte Messe ist ei»großes heiliges Schauspiel, bestehend aus lauter handeln-den Personen, ein lebendiger Verkehr zwischen Priester undVolk, der schönste Ausdruck des religiösen Geistes, der dieGemeinde wie Einen Leib durchdringt, und jedes Glieddesselben zu der ihm angemessenen Thaligkeit anregt. Jetztwird die Gemeinde gar nicht geachtet, sie sitzt still undstumm da und hat das Juschauen und Angaffcn. OhneOpferung, ohne Evangelium und Friedenskuß, ohne Com-munion, ohne Mitgesang der Hymnen, ohne Beantwor-tung der Zurufnngen des Priesters, ohne Bekräftigungseiner Gebete ist sie auf ihre Andacht beschränkt — undman muß sich wundern, daß sie die gemeinschaftlichen Got-tesverehrungen nicht für unnöthig, die so handelndenPriester nicht als eine vom Staate unnütz be-soldete Last abschaffungswürig erklärt und am