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gegen Gottesverehrung und mit Haß gegen die Priester er-füllt werden? Und doch ist das hier Gesagte nur eineleise Berührung der vielen Unschicklichkeiten und Mangel,die im Meßbuchc Vorkommen. Was soll z. B. das vieleHin- und Herlaufcn des Priesters und Altardicners, dasoftmalige rechts und links nmkehrt euch, das oftmaligeKüssen des Altars, das viele Kreuzmachen (in einer feier-lichen Messe werden ihrer 5l gemacht)? Die vielen Rubrikenschreiben einige hundert Bewegungen vor, welche der Prie-ster bald links, bald rechts, bald mit dem Kopfe, baldmit den Händen, bald mit den Fingern, bald mit denFüßen machen muß. Bei vielen dieser Ceremonien mußder Geist des Priesters nothweudig zerstreut werden, weilcs unmöglich ist, alle diese Kleinigkeiten zu beobachten,ohne seine Aufmerksamkeit, die man dem Wesentlichen derReligion schuldig ist, mit den geringfügigsten Dingen vonder Welt zu theilen. Bei einem feierlichen Amte, mitAssistenz gehalten, ist der Ceremonicndienst so gehäuft, daßauch der frömmste Priester nichts denken und empfinde»kann, weil er stets auf Kleinigkeiten sein Augenmerk rich-ten muß, damit er nicht etwa weniger verrichte, als ersoll, oder seinem Diener ins Handwerk greife, und cs alleAnstrengung erfordert, diesen theatralischen Hofbienst »ochin einer ziemlichen Haltung zu verrichten. Was soll manerst sagen, wenn ein Bischof in pnnriticulibus ein Amthält? Wie verschwindet die Gottheit hier vor dem mensch-lichen Hochmuth? Wie bestätigt sich es hier, Herrendienstgeht vor Gottesdienst? Wenn man einen Bischof sicht,wie er mit sechs prächtig angeschirrten Pferden vor die