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Die katholische Kirche Schlesiens : nebst einem Anh., enth. einige Wünsche eines vieljährigen Seelsorgers
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tcl zu ihrer Erreichung kurz und kräftig ausspricht, undvon dem Volk öffentlich mit den Worten bestätigt wird:„Wir glauben, und unser Glaube offenbare sich durch unsreWorte und Thate»," würde ungleich zweckmäßiger sein.Das Glaubensbckenntniß, welches von den Aposteln denNamen hat, drückt wenigstens weit einfacher aus, wasder Christ zu glauben hat, als das Constantinopolitanische.Gott sei es nur gedankt, daß wir das vom Papst Piusverfaßte Glaubensbekcnntniß nicht beten müssen, wodurchwir doch vom Verfluchen während der Messe befreit sind!Doch genug vom Einzelnen! Das Gesagte zeigt ja alleinschon hinreichend, wie bei der jetzigen katholischen Messealle Forderungen, die man an eine öffentliche Gottesver-ehrnng mit Recht stellt, unbefriedigt bleiben. Nirgends istDeutlichkeit, Ordnung, Nichtigkeit ächt christlicher Begriffe,Zusammenhang der Gebete, Lcsestücke, erbauende Kraft,Schönheit, Mannigfaltigkeit zur Einheit verbunden. Auchdie Latinität, die Vulgata, ist ohne Kraft und Saft, undselbst dem Latein verstehenden Priester an vielen Orten einRäthsel. Kurz allenthalben zeigen sich die Spuren desrohen, unwissenden und geschmacklosen Mittelalters. Wiekann man demnach dem gebildeten Priester, der auf denUniversitäten trefflichen Unterricht in der Dogmatik, Ge-schichte, Philosophie und geläuterte Begriffe von Religion,Sittlichkeit, Gottesverehrung erhalten hat, zumuthen, daßer sich oder Andere aus diesem Buche erbaue, worin dieWürde, die Reinheit und die Schönheit der Religion sogemißhandelt ist, daß er fürchten muß, der gebildeteLaie werde sich dagegen empören und mit Gleichgültigkeit