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Die katholische Kirche Schlesiens : nebst einem Anh., enth. einige Wünsche eines vieljährigen Seelsorgers
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liefern, blieben unberücksichtigt, und Stücke, wo nichts alsWunderthaten erzählt werden, werden aufgcführt. Nichtselten ereignet cs sich, daß die Reden Jesu in der Mitteabgerissen werden. Was soll das Volk für Belehrung undErbauung schöpfen, wenn es zum Empfängnißfeste Mariäzur Epistel ein Stück aus dem Buche der Weisheit c. gund zum Evangelium nichts weiter als das Geschlechts-register Matth. 1 Hort? Diese Messe muß der Priesteracht Tage hindurch lesen. Das Gefühl der Geistlichen undLaien ist in der That nur zu sehr stumpf geworden, umsolche Unschicklichkeit wahrzunehmen. Denkende Katholikenhaben schon längst ihre Stimme dagegen erhoben, sie ver-hallt aber fruchtlos und wird verhallen, bis wir Bi-schöfe bekommen, die nicht bloß Ceremonicnmcistcr sind,sondern selbst Seelsorge üben und die heilige Schrift lesenund verstehen. — Das Lieclo sieht ohne allen Zusammen-hang da und kann zur Erbauung der Christen nichts bei-tragen. Es wurde auf dem Concil zu Constantinopel Z 81gegen die aus der falschen Philosophie hervorgegangenenJrrthümer der Arianer, Macedoniancr verfaßt, schlich sichallmählig in die Liturgie ein und wurde in die römischeMesse erst nach dem I. 1100 ausgenommen. Was nütztes, dem Volke Dinge vorzusagen, die es nicht verstehtund nicht bestreitet? Es stellt nicht die Wahrheiten desChristeuthums in Hellem Lichte und in voller Kraft dar,dringt nicht auf gute Gesinnungen und Thaten, durch diewir Gott, den göttlichen Lehrer und unfern Glauben ehrensollen. Ein Bekenutniß, das Gottes Eigenschaften, dieLehre und Anstalt Jesu, unsre Bestimmung und die Mit-