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klugen Jungfrauen nahmen Oel ..." Am zwanzigstenSonntag ist das Offertorium: „Es war ein Mann imLande Hus, mit Namen Job, der war rechtschaffen, rcd->lich und fürchtete Gott. Der Satan verlangte von GottGewalt übee ihn ..." Am ein und zwanzigsten Sonn-tage: „An Babylons Flüssen werden wir sitzen und wei,neu, wenn wir deiner, o Sion! gedenken ..." Wozualle diese Brocken dastchen, kann man nicht einsehen. Siestehen in gar keiner Verbindung mit dem, was vorgehtund nachfolgt. Auch diese Stücke werden bewußtlos vonden meisten Geistlichen hcrabgebetet. Das Kyrie eleisonhat nichts Ehrwürdiges, als den ausländischen Ursprung.Die Collecten sind lauter kleine Gebete, deren jedes in ei-nem andern Style abgcfaßt ist, so baß sie das Gemüthzerstreuen. Kein gemeinschaftlicher Gedanke herrscht inihnen, daher können sie auch keine übereinstimmende Ge-sinnung bewirken. Oft sind, wenn viele Heilige collidircn,damit keiner zu kurz komme, viele Gebete zu verrichten,die, weil sie alle gleich schlecht und noch dazu an vielenOrten ausgesucht werden müssen, völlige Zerstreuung zurFolge haben. So werden am ein und zwanzigsten Sonn-tage nach Pfingsten, neben dem sonntägigen Gebete, nochzur heil. Theresia, der heil. Hedwig und dem heil. GallusGebete verrichtet. Wie gut ist es, daß das Volk davonnichts verficht! — In diesen Gebeten und Psalmenstückenherrscht noch oft der ganze Geist des Judenthums, alswäre Christus zur Verkündigung seiner Lehre noch zu frühgekommen. In mehreren Psalmen und Gebeten wird demHauptgesetze des Chrisienthumö, dem Gebote der Liebe,