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Die katholische Kirche Schlesiens : nebst einem Anh., enth. einige Wünsche eines vieljährigen Seelsorgers
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Jahre In der Kirche unbekannt war, enthalt einen Psalm,gedichtet von David, als sein Sohn Absalon sich gegenihn empört hatte und er von Jerusalem fliehen mußte.Unter Millionen Priestern, welche den Psalm jnäics anden Stufen des Altars beten, und unter dem unzähligenBolkc, das ihn Hort, befindet sich auch nicht Einer indieser Lage. Wer kann mit David flehen: „Gott, führemeine Sache gegen ein undankbares Volk. Jur Zither willich dir danken; was härmst du dich, mein Geist, und bistso unruhig in mir?" Wie können die Empfindungen deSzwischen Fnrcht und Hoffnung schwebenden Königs dieEmpfindungen sein, mit welchen eine Christengemeinde ihreAnbetung des Gottes der Liebe im Geiste Jesu beginnt?Wie wunderlich ist es, einen Psalm in die Liturgie aufzn-nehmen, der mit unfern Gvttesverehrungen nichts gemeinhat, als daß darin die Worte: „Altar des Herrn," alseine leere Anspielung auf unsere Kirchen, Vorkommen?Tausende von Priestern wissen aber weder den vollständi-gen Inhalt dieses Psalmes, noch die Veranlassung seinerDichtung, sondern beten ihn mit den bewußtlosen Kirchcn-jungcn bewußtlos herab. — Das darauf folgende Confi-teor, welches im I. 1200 noch unbekannt war, soll dieEmpfindungen der Reue und Buße erregen, ist aber weitdavon entfernt, dies zu bewirken. Kann man denn auchden Heiligen, wie denr lieben Gott, seine Sünden beken-nen? — Der Eingang der Messe, iutroitus, besteht auseinem oder dem andern Verse eines Psalms. Solche ein-zelne Verse sind auch nach der Epistel, der Opferung undder Communion hingcworfen. Viele Jahrhunderte hindurch