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Griechen haben in ihrem Gottesdienste die Sprache beibe-halten, in der sie die Predigt des Evangeliums hörten unddie h. Schrift empfingen, obgleich diese Sprachen dem ge-meinen Manne jetzt nicht mehr verständlich sind.
Antw. Dieses beweist nur allenfalls, das; auch beidiesen Völkern eine Reform nothwendig ist, und daß anchbei ihnen die Bischöfe der neuern Zeit den Geist ihrer Vor-fahren im Amte nicht mehr besitzen, daß keine Ehrpsosio-mus, keine Gregorius v. Naziauz, keine Basilius mehrsind, die jederzeit den Gottesdienst so einrichteten, wie csdas Wohl der Gläubigen verlangte. Uebrigcns ist es wohlnicht zu laugncn, daß die orientalische Kirche sich kcincs-weges in einem nachahmungswürdigcn Zustande befindet.Die Religion der meisten Griechen besteht großen Theilsin einem Ceremonicnspiel für die Augen eines unwissendenVolkes und in einem dummen Religionsstolze gegen alleandere Confessionen. Auch ist dieser Verfall zu entschuldi-gen durch den alles Fortschreiten der Cultur hemmendenDruck der türkischen Despoten. In solcher Lage kannman natürlich keine Verbesserung liturgischer Anstalten er-warten, wie nöthig sie auch bei diesen an der Erziehungverwahrlosten Menschen wäre. Dennoch ist die Unver-ständlichkeit der orientalischen Liturgie fürs Volk nicht ein-mal ganz zu erweisen. Der berühmte Priester Sta -nislaus Orichovius hat in seiner Bitte an P. Ju-lius Hl. um Gutheißung der von ihm cingegangenen Ehedeutlich gezeigt, daß die Russen ihre Liturgie verstehe».„Ich bin ein Scythe," spricht er zum Papst, „ein ge-borner Russe und in beider Rücksicht ein Sarmatier; denn