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Die katholische Kirche Schlesiens : nebst einem Anh., enth. einige Wünsche eines vieljährigen Seelsorgers
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Altar stehen bleiben, und man hat »nr nöthig, einen ein.fachen Altar, wozu man einen von den ohnehin überallsich befindenden Seitenaltären brauchen kann, gegen dieMitte der Gemeinde hin, zu errichten. Stand ja aufden Altären zu Rom bei den feierlichen Messen des Pap-stes und der Cardinäle bisher nichts anders, ja wohl bei-nahe das erste ganze Jahrtausend auf allen Altären derChristenheit nicht einmal so viel. Aber weil auch dann nochmanche schöne Lehre, manche gute Ermahnung, manchertreffliche Bibelspruch für die Gemeinde verloren geht, wennder Volkslehrcr, wie bisher, der Gemeinde den Rücken zu-wendet, so stelle sich der Priester hinter den Altar und lehre,bete und singe hier, gegen das Volk gewendet. Dadurchwerden die vielen Umwendungen, das viele Bekreuzen undVerbeugen, das bloß zerstreut, unnörhig. Wer könnte sichärgern, wenn der Priester auf die Art Messe liest, wieman im Alterthume las, und wie es in Rom der Papstund die Cardinale immer thun? Belehrung wird leicht je-den Anstoß beseitigen.

16) Die Juden lasen von den Zeiten der Gefangen-schaft an den hebräischen Originaltext, obgleich sie ihn nichtmehr verstanden. Erst später erschienen die chaldäischcnParaphrasen.

Antw. Also, weil der jüdische Gottesdienst unpas-send eingerichtet ist, soll es auch der christliche sein! Wennwir uns die heutigen Juden zum Muster nehmen wollen;so können wir unfern Gottesdienst leicht noch mehr verun-stalten, als es schon der Fall ist.

17) Die Syrer, Chaldäer, Kopten, Armenier und

Kathol. Kirche Schlesiens. 15