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14) Der Gottesdienst in der Volkssprache wird unse-rem Pöbel Gelegenheit zum Gespötte geben.
A ntw. Möglich, daß dieser Einwurf gegründet wäre,wenn man die jetzige lateinische Liturgie ins Deutsche über-setzte. Das wäre aber auch der schlagendste Beweis sürihre Schlechtigkeit. Uebrigens hat die Erfahrung, nament-lich bei den Protestanten, langst gezeigt, daß eine vernünf-tige Liturgie nichts weniger als Spott zu erregen geeignetist. Und wenn man den Spott so sehr fürchtet, warumbehalt man das gehauste Ceremonienwesen bei, welches vonjeher dem Spotte so vielen Stoff dargeboten hat? Manmuß wenigstens konsequent sein.
15 ) Eine Messe, besonders in einer großen Kirche,auf dem Hochaltäre deutsch gelesen, wird wegen der Ent-fernung des Volkes von demselben nur von einer verhält-nißmäßig sehr kleinen Anzahl Menschen verstanden werden.
Antw. Freilich wäre dieses der Fall, wenn die jez-zige Einrichtung der Altäre und der Priester auch nochwie bisher vor ihm stände. Aber auch auf die jetzigen Al-täre leidet die Regel ihre Anwendung: „ehemals war esnicht so." Es gab in der alten Kirche nur einen einzigenAltar. „In jeder Kirche ist ein Altar, wie ein Bischof,"sagt Ignatius im Briefe an diePhiladelphier. In allen Denk-mälern und Schriftstellern der ersten Jahrhunderte kommt,wenn von Kirchen die Rede ist, nur ein Altar vor*). In
Dp. »3 Ulegnes. L»5el>. 10, 4. OjrtMus lVIillevrt. Idr. It. cont.keriue». .Vu^usU». irset. 3. i» e^. 5 . los». Ron» rer. INuiF. I. I.c. 14. §.3. Vorzüglich die Note von 8»I» ». 5. eil »».313.—Im c. 9 des Concils zu Auxerre 578 findet man schon Spuren von