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Die katholische Kirche Schlesiens : nebst einem Anh., enth. einige Wünsche eines vieljährigen Seelsorgers
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Mißbrauche a»griffen, Verfolgung und qualvollen Tod lit-te». Man lese nur Rokoö Geschichte des Kostnitzer Con-cils. Vorzüglich macht sichs Rom zur Pflicht, alle Män-ner, die Licht und Aufklärung verbreiten wollten, zu ver-folgen. Beispiele darf ich itzt dem Kenner der Geschichteerst nicht aufsiellen. Ich erinnere nur noch an den Spruch:Irren ist menschlich, aber im Jrrthum verhar-ren, ist teuflisch.

13) Wenn wir die Muttersprache im Gottesdiensteeinführcn, so nehmen wir die Sitten der Protestanten an.

An tw. Gesetzt auch, wir nähern uns hierin den Prote-stanten, was schadet cs, wenn die Sache, in der wir unsihnen nähern, nützlich und gut ist? Allein, wenn auchdieses nicht wahr wäre, so haben wir doch nichts zu be-fürchten. Das Abhalten des Gottesdienstes in der Mut-tersprache ist nicht sowohl lutherisch, als vielmehr ein ur-alter katholischer Gebrauch, der seinen Ursprung in derQuelle des Christcuthums, in dem Befehl des ApostelsPaulus hat. Daß dies die Lutheraner und Reformirtenthun, hat nichts zu bedeuten, denn sonst dürsten wir auchGott nicht anbeten, die Schrift nicht lesen, die Taufenicht ausspenden, das Vater Unser nicht beten u. s. w.,weil sie dies ebenfalls thun. Es ist vielmehr zu wünschen,daß Kotholiken und Protestanten sich einander nähern, undrecht bald nach der Verheißung unserö Herrn die Zeit hcr-beikomme, wo wir gemeinsam den Weg des Evangeliumswandeln. Etwas Gutes verwerfen und es ent-behren wollen, weil eöaud e re haben, i st w a h r-haft teuflische Verstocktheit.