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Die katholische Kirche Schlesiens : nebst einem Anh., enth. einige Wünsche eines vieljährigen Seelsorgers
Entstehung
Seite
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mit gräßlichen Alfanzereien verhunzt. Von nun an soll esaber auch anders werden. Es ist uns jetzt ein Licht aufge-gangcn, das wir euch eben so wenig vorenthalten wollen,als wir euch unsere Alfanzereien mitgetheilt haben. Wirwaren Menschen, konnten irren und andere uns anvertrautrin die Irre führen, sobald aber unser gemeinsamer Gottuns die Augen geöffnet, das Wahre von dem Falsche»,das Abergläubische von dem Rechtgläubigen zu unterscheide»gelehrt hat, sogleich sollt ihr Theil an dem Lichte habe»,welches uns erleuchtet. Laßt euch unser demüthiges Be-kenntnis; gefallen und folgt nnserm Beispiel, nach der er-kannten Wahrheit zu handeln. Solche Sprache kann nichtanders, als heilsame Folgen haben. Kein Vorgesetzter er-niedrigt sich, wenn er seinen Untergebenen das schöne Bei-spiel von erkannter Demuth von sich gibt. Vorzüglichmüssen Geistliche, die die Demuth und Wahrheit in ekügiesein sollen, sich es zum Gesetze machen, alle vorgegange-ncn Fehler, seien sic auch noch so alt, als Fehler anzu-gebcn, ihren Gläubigen offenherzig zu gestehen und ohneVerzug nach ihren Kräften wieder gut zu machen.So haben von zeher verdienstvolle Männer, große Regen-ten gehandelt. Nur dumme, aufgeblasene, selbstsüchtige,schlechte Menschen wollen ihre Fehler nicht gestehen. Al-lein der größere Theil der Geistlichkeit ist so beschaffen,daß sie ihre Schwachheiten nicht gestehen, wenn auch dasVolk über ihre schändlichen Fehltritte öffentlich klagt. Vonjeher hat es unter den Katholiken freisinnige Männer ge-geben, die, weil sie die schändlichen Leidenschaften, denMüßiggang, das schändliche Leben der Geistlichen und ihre