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Die katholische Kirche Schlesiens : nebst einem Anh., enth. einige Wünsche eines vieljährigen Seelsorgers
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har, wieder auf den rechten Weg zrirückzubringen. DieGeistlichen sollten frei gestehen: wir haben als Menschengefehlt! wir sind nicht wachsam, nicht eifrig genug gewe-sen. Wer wußte es nicht aus der Geschichte, daß die Un-wissenheit, die Dummheit, die Schlechtigkeit vieler Geistli-chen die größten Mißbrauche in die Kirche Gottes gcführr,erhalten, ja selbst oft absichtlich Blendwerke ersonnen, unddas Volk mnthwillig getauscht haben! — Ich will vonden schädlichen und schändlichen Mönchskünstcn nicht reden,denn das Her; blutet mir, wenn ich daran denke. Hiel-ten nicht die Geistlichen im Mittelalter die abergläubischenMittel, die Schuld oder Unschuld eines Menschen zu ent-decken, den Zweikampf, die Feuer- und Wasserprobe, dievier kanonischen Proben, nämlich die Bewährung durch denEidschwnr, durch das Empfangen des heil. Abendmahls,durch das Urtheil des h. Geistes und durch das Vorlade»vor das Gericht Gottes. Bischöfe und Päpste bedientensich der kanonischen Proben und Concilien genehmigten sie.Auch die ersten drei Proben begleiteten die Geistlichen mitBeschwörungen, mit priesterlichen Segnungen und sie wur-den unter ihrer Aufsicht verrichtet. Man beschwor dasWasser, das der Teufel dabei seine Künste nicht habe undzum reine» Beweise der Wahrheit diene. Man segnete dieWaffen zum gerichtlichen Zweikampfe ein. Ueber diejeni-gen, welche die Probe mit siedendem Del oder Wasser aus-halten wollten, wurden Gebete gesprochen und hierauf eineMesse gelesen, in der den Beschuldigten das h. Abendmahlmit der Formel gereicht wurde: Lorpus Oounni ncistri