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daß sie die Wahrheit der Religion Christi immer mehr er-kennen, immer mehr ergreifen nnd von ihrer Wahrheit im-mer mehr erleuchtet werden. Dann! von was für einerEhrfurcht reden denn die Zeloten? Was sieht man denn fürEhrfurcht bei dem Volke? Was man bei ihm Andachtnennt, ist dummes Hinfrieren. Sie stehen da, wie dieStöcke und überlassen sich allen Zerstreuungen, ja oft Aus-gelassenheiten. Warum wollen denn die tridentinischen Bi-schöfe, welche die Wahrheit wohl erkannten, aber, wie i»vielen andern Stücken, nicht gesteben mochten, nnd ob dcSüberwiegenden Einflusses der Jesuiten und der mit römi-schem Gelde besoldeten Bischöfe nicht konnten, daß demVolk eine Erklärung gegeben werde über die lateinischenGebete, wenn eine unbekannte Sprache die Wirksamkeitdes Gottesdienste erhöht? Muß nicht ohne eine solche Er-klärung alles noch ungleich mysteriöser sein? Aber Leute,die obigen Grund für die Beibehaltung der lateinischenSprache anführen können, beweisen und geben es der Weltöffentlich zu erkennen, daß sie ganz unrichtige Begriffe vomGottesdienste haben, und blinde Führer der Blinden sind.
9) Durch die lateinische Liturgie wird auch die latei-nische Sprache erhalten, der Priester kann in allen Län-dern so gut wie in Deutschland Messe lesen.
Antw. Ein Grund, der so seltsam ist, wie dieübrigen. Also, damit ein italienischer Mönch, oder ei»römischer Nuntius in Deutschland Messe lesen kann, müssenganze Nationen ihre Gottesverehrung in lateinischer Spra-che anhören. DaS Volk ist die erste moralische Person,dem alle Nebenrücksichten aufgeopfert werden müssen. An