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Die katholische Kirche Schlesiens : nebst einem Anh., enth. einige Wünsche eines vieljährigen Seelsorgers
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Wahrheit, durch die sie frei werden sollte, öffentlich überallzu predigen: „Gehet hin, lehret alle Völker, taufet sieim Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Gei-stes." Als er sein heiliges Abendmahl einsetzte, bedienteer sich keiner Hieroglyphen, keines mystischen Dnnkels,keiner heidnischen Pfaffenkünste, sondern hält eine rührendeRede von der Bruderliebe, und spricht: zu meinem An»denken. In den schönsten Zeiten der Kirche, wo im Chri^°stenthum ein jugendlich blühender Geist waltet, weiß mannichts von mystischen Hüllen. Erst zur Zeit der GeisteS-stlavcrei, des Jrrthums und als sich ins ChristenthumPriestersatzungcn, Mönchsbetrug und Alfanzereien in Mengeeingeschlichen hatten, fand man eine-fremde Sprache, Hic-rophantenkünste und Verschleierung nöthig. Und was fürGeheimnisse soll es denn bei unscrm Gottesdienste geben?Man meint doch wohl nicht die Geheimnisse, die der Aber-witz theologischer Sophisten ersonnen hat? Meint mandie Messe, die Erinnerung an den Kreuzestod Christi?Das Abendmahl soll uns ja vorzüglich an den Erlöser er-innern, der für Wahrheit und Tugend starb, und uns zuähnlichen Aufopferungen stärken. Weg mit solchen Ge-heimnissen, die die Wahrheit ersticken! Für den Christengibt es kein Gcheimniß. Wahre Ehrfurcht gegen das höchsteWesen wird nur durch hell überzeugende Ansichten gegrün-det. Die Religion Jesu ist Anbetung Gottes im Geisteund in der Wahrheit, ist von allem Geheimen, Verdeck-ten, allem Aberglauben und Unglauben weit entfernt.Alle Seelsorger und alle Christen sind nach der Lehre un-fers Heilandes und seiner Apostel nur darauf hinzuweisen/

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