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fenbetrng. Die Heidcnpfaffen mochten Ursache haben, ihrefabelhafte Religio» und ihre Priesterkäuschungcn in magi-sche Worte und mystisches Dunkel zu hüllen. „Ich lassemich nickt durch den Grund bewegen, den einige Neuerebebaupten," sagt Flcury*), „die alte Ordnung, den Got-tesdienst in der Muttersprache zu halten, sei mit Rechtabgeschafft, »m die der Religion schuldige Ehrfurcht zu er-hallen. Diese blinde Ehrfurcht kann bloß passen zu denfalschen Religionen, die sich auf fremde Fabel» und Aber-glauben gründen. Die wahre Religion wird desto mehrgeschätzt, je mehr sie gekannt wird." — Bei der Religiondarf nichts unverständlich sein, sondern Alles muß HelleEinsicht gewähren, weil nur dies; uns zur Tugend führenund dabei erhalten kann. Wo Unverständlichkeit herrscht,da ist Finsterniß des Verstandes. Der Mensch muß wis-sen, was er sieht, was gesprochen wird, wenn die Em-pfindung der Absicht und dem Gegenstände entsprechen soll.Eine Ehrfurcht, die auf unbestimmten Gefühlen beruht,ist höchst verwerflich, führt zur Unwissenheit und zur mo-ralischen Verschlechterung. Alles, was geheim und ver-borgen ist, hat keinen Werth für dem Menschen. Christushat für kein Pfaffengeheimniß, sondern der Wahrheit wil-len, die er überall vor den Menschen verkündete, sein Lebenam Kreuze ausgehaucht. Er starb der ewigen Wahrheitwillen, die er zum Eigenthnm Aller machte; und nurdurch Wahrheit kommen wir zur Tugend. Seinen Jün-gern befahl er, die von ihm der Menschheit gebrachte
) ^leur^, l'om. IX. clrse. 2. n. 24. 41.