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Gott beten*)." Sprache ist bloß dazu da, tun dein än-dern seine Gesinnungen kund zu thun. Darf der christlicheBaskir in seiner Baskiren-Sprache zu seinem Gott beten,so muß auch der Priester, der mit und für Baskiren denGottesdienst feiert, sich der Baskiren-Sprache bedienen.
8) Der lateinische Ritus ist feierlicher. Eine fremdeSprache (unbekannte) hat etwas majestätisches und ge-hcimnißvolles, befördert Schauer und Ehrfurcht vor denGeheimnissen. Ein heiliges Beben überfallt die Menschen,wenn sie das alte, ehrwürdige (grundschlechte) Kirchenlateinhören.
Antw. Dieser Grund mag den Römern gut schei-nen, die keine rechten Begriffe von Religion haben. Esscheint, als hatte man den Grundsatz aufgestellt, man müssedas Volk mit Fleiß in Dummheit erhalten, um es in derReligion auf das leichteste, wie einen Bären mit demRinge in der Nase, herumsühren zu können, um es unterdem Schleier des Geheimnisses zu betrügen. Wer Argesthut, sagt unser Heiland**), scheuet das Licht, und kommtnicht an das Licht, damit seine Handlungen «„gerügtbleiben. Wer aber thut, was recht ist, der tritt an dasLicht, damit seine Handlungen offenbar würden, weil siein Gott gethan sind. Die Wahrheit verliert nicht, sonderngewinnt beim Lichte. Die Religion, die das Licht scheuet,sich eines Vorhangs, eines Schleiers bedient, ist verdäch-tig; wo man von Geheimnissen spricht, ahnet man Pfaf-
*) Conc. zu Frankfurt 794. e. 52.") Iah. 5, 20. 2t.
Kathol. Kirche Schlesiens.
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