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Die katholische Kirche Schlesiens : nebst einem Anh., enth. einige Wünsche eines vieljährigen Seelsorgers
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eben diese Freiheit erlauben, und die erforderliche Geschick-lichkeit Zutrauen? Welche beseligende Folgen, welchenwirksamen Eindruck für Erweckung religiöser Gefühle dieAdministration der liturgischen Haudlmzg in deutscherSprache auf Alle habe, wissen mit mir alle Seelsorger,die dieselbe aus innerem Berufe bei ihren Gemeinden au-gcwendct haben, und sie werden sich durch das Geschreider Zeloten, das seine nicht tief liegenden Gründe an derStirn tragt, nicht irre machen lassen. Freilich mnß derPriester bei Verrichtung der liturgischen Handlungen inder Muttersprache denselben durch feierlichen Anstand unddurch erhebenden Vortrag immer neues Interesse und eineneue Würde zu geben suchen.

7) Es gibt so viele Volkssprachen, die lächerlich undkindisch klingen, daß es gleichfalls albern und lächerlichwäre, in alle diese Sprachen die Liturgie zu übersetzen.

Autw. Ein erzlächerlicher und alberner Grund!In welcher Sprache soll denn den diese lächerliche Spracheredenden Christen der christliche Unterricht ertheilt und dieLehre des Evangeliums verkündet werden? Sind diese so-genannten lächerlichen Sprachen gut genug, den Unter-richt darin zu erthcilcn, so sind sie auch gut genug dazu,daß der Geistliche in ihnen Gebete und Gesänge vor demVolke und für das Volk verrichte. Welche Sprache istdenn auch zu lächerlich und zu schlecht, daß man seinemGott, der alle Sprachen versteht, der die geheimsten Re-gungen des menschlichen Herzens liest, in ihr nicht seineGebete, Birten, Seufzer, Danksagungen vortrage. „Nichtin drei Sprachen, sondern in jeder Sprache muß man zu