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Die katholische Kirche Schlesiens : nebst einem Anh., enth. einige Wünsche eines vieljährigen Seelsorgers
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es, so wie die Dinge jetzt stehen, sogar gefährlich, allenGeistlichen das Erklären der kirchlichen Gebräuche undHandlungen zn überlassen. Wie viele verstehen denn selbstdas, was sie machen und was es bedeute? Läßt sichdenn endlich alles erklären, was in der katholischen Litur-gie mit vollem Bewußtsein die Geistlichen verrichten?Muß man nicht froh sein, daß das Volk den Unsinn, denAberglauben nicht erfährt, der darin steckt? Hört denalten ehrwürdigen Pracher reden! „Ich kenne derglei-chen Auslegungen, aber keine, die nicht schlechter, als dieSache selbst ist, die man damit verschönern wollte. Siesind Ejikien, die der leichtsinnige Probalismus erfundenhat; im Grunde sagen wir uns und unscrm Volke Lügenvor, wenn wir unsre Rituale etwas anders sagen lassen,als sie wirklich sagen, und ihnen einen Sinn unterlegen,an den sie nicht gedacht haben. Viele unserer Ccremonienleiden nicht einmal eine vernünftige Erklärung, weil manzuerst in dieselben einen ganz andern Sinn hiueinlcgenmüßte. Ich und Tausende glauben an die Heren undTeufelswerke nicht, wie sic unsere Liturgie voraussetzt.Wie können wir alle Hokus Pokus machen? —Wie können wir die so scgenreiche Schöpfung, alle diewohlthatigen Geschöpfe, die uns zum wärmsten Dankeauffordern sollen, als wahre Teufclsncster beschwören, inwelchen diese Unholde sitzen und Hausen, welche sie um-schweben, und mit welchen sie sich gleichsam identificiren?Heißt dies nicht den Namen Gottes profaniren? Ichzittere, wenn ich gedenke, daß es unseren Bauern einmaleinfallcn könnte, von uns eine buchstäbliche Erklärung der