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Die katholische Kirche Schlesiens : nebst einem Anh., enth. einige Wünsche eines vieljährigen Seelsorgers
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,, Dominus vodiscum" (der Herr sei mit euch), sein„oreunis" (laßt uns beten), oder sein „ciiats krstres"(betet, ihr Brüder), der nichts davon begreifenden Ge-meinde zuruft, wahrend ihm die Kirchcnjungcn unverständ-liche Worte erwicdcrn. Ist es nicht besser, alle Handlun-gen und alle Gebete in der dem Volke verständlichenSprache zu verrichten und es zu ermahnen, daß es mitdem Priester seine Gedanken vereinige, mit ihm Gebete indie Wolken zum Allerhöchsten emporsendc? Die Natur derSache überzeugt uns, daß der Zuhörer, wenn er die Wortedes Erzählenden oder Redenden vernimmt, ganz natürlichund leicht seine Begriffe und seine Aufmerksamkeit damitverbinde. Ohnehin war das, was der tri'dcntinische Kir-chcnrath verlangte, daß die Bischöfe und Pfarrer demVolke erklären sollen, damit es einen würdigen Begriff vonden Sacramentcn haben solle, zu jenen Zeiten nicht zu er-warten, wo die Geistlichen selbst nicht, oder nur obenhinwußten, was sie am Altäre verrichteten. Und dann, istder Befehl des tridenter Concils befolgt worden? Millio-nen Messen sind bis auf den heutigen Tag gelesen worden,ohne daß nur Ein Priester dem Volke die Meßtheile er-klärt hätte. Wie geist- und herzlos verwalken nicht bloßSeelsorger ihr Amt, und spenden, ohne das geringste zuerklären, die Saeramente aus, sondern auch die Bischöfe!Als ich geweiht wurde, habe ich nicht ein vernünftigesWort vom Bischof vernommen, womit er uns an dieschweren Verpflichtungen, die wir übernahmen, erinnerthätte. Herumgestoßen wurde man freilich genug. Vonder Firmung werde ich weiter unten reden. — Ferner ist