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Die katholische Kirche Schlesiens : nebst einem Anh., enth. einige Wünsche eines vieljährigen Seelsorgers
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poterit, Lerv.-N'L 8tuä«snt." Man soll sogar auch (seäeüam) das Volk in der Landessprache unterrichten überdie Sacrameute, wenn es nothwcndig und rhunlich ist. —Unterricht soll dem Volke über die Sacramente ertheilcwerden. Wenn dies aber in der Sprache des Volkes nichtgeschehen kann, so — folgert man ganz schulgerecht —muß man den Unterricht in der lateinischen Sprache odergar nicht ertheilen. — Ist dies vernünftig! Huanüoinisäormitat spir-itus ssnctus! — Also, um nicht den Got-tesdienst ganz fruchtlos zu machen (so viel Gefühl hattendoch auch die Tridenler Bischöfe) soll man dem Volke dieLiturgie in deutscher Sprache erklären, aber sie nichtin deutscher Sprache halten! Welch lächerlicher Um-schweif! Würde man nicht den Richter für einen Narrenhalten, der den gefällten Urtheilsspruch den Partheien zu-erst in lateinischer, unverständlicher Sprache vortrüge, undihnen denselben hinterdrein, damit sie doch wüßten, woransie wären, in deutscher Sprache erklärte. Warum willman die Dinge ohne Noth vermehren? Wird der Nutzenerreicht durchs Erklären, den man erreichen konnte durchVerrichtung in der Muttersprache? Haben Alle Gelegen-heit, dem Unterricht immer beizuwohncn? Sind Alle imStande, den Unterricht zu geben? Wird nicht immer derUnterricht wiederholt und zuletzt zum Ekel werden müssen?Mag der Unterricht »och so trefflich seyn, er bleibt einmangelhaftes Surrogat. Ferner ist es nicht allein um dieEeremonie zu chun, sondern auch darum, daß die Gebete,die der Priester verrichtet, nicht bedeutungslos werden.Ist cs denn möglich, daß der Geistliche mir Andacht sei»