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Die katholische Kirche Schlesiens : nebst einem Anh., enth. einige Wünsche eines vieljährigen Seelsorgers
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Trost, Beruhigung, Freude der Seele zu schöpfen, inwelches freilich der Kaiser Ferdinand und so viele ange-sehene, aufgeklärte und gutdeukende Katholiken cinstimm-ten, keineswegs erfüllen. Es muß auch den versammeltenBischöfen die Unschicklichkeit und Thorheit eines Gottes-dienstes in einer fremden Sprache einigermaßen cingclcuch-tct haben, da sie sich des Ausdrucks: „cs habe ihnengeschienen" bedienen. Welchen Einfluß die in päpst-lichem Solde stehenden italienischen Bischöfe ans diesemConcilium hatten, habe ich bereits erwähnt. Ist es aberjetzt nicht thunlich, ja höchst nöthig, die Liturgie in derMuttersprache einzuführcn? „Die Umstände," sagt derhochverdiente Werkmeister*), „haben sich geändert, undman muß mit dem jetzigen Wachsthume der Aufklärungund mit den stillen und lauten Forderungen einsichtsvollerKatholiken gar nicht bekannt sein, wenn man den Gebrauchder lateinischen Sprache in der Liturgie noch für unserZeitalter als zweckmäßig ausgeben will .... man mußvielmehr behaupte^, daß die Geistlichen selbst an dem im-mer weiter um sich greifenden Verfalle der Religion Schuldsind, wenn sie alte und unnütz gewordene Kirchenansialtcnnicht in neue und zweckmäßige umschaffen." — Zweitens,zeigt denn dieses passim nicht deutlich genug, daß dasConcilium will, jeder einzelne Priester soll die Liturgie nicktnach Willkühr verändern. — Nur Menschen, dienicht für ewige Wahrheit und den reinen Geist

*) Ucbcr die dcutschcn Mcß- und Abcndmahloaiiftaltcii in drr kath.Hofcapcllc zu Stuttgart t787. S. 41—46. *