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Die katholische Kirche Schlesiens : nebst einem Anh., enth. einige Wünsche eines vieljährigen Seelsorgers
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geeigneter und wirksamer waren*). Die Bischöfe bedien-ten sich anch wie vor, so auch nach dem Tridenter Concil,ohne den römischen Bischof, mit dem sie gleiche Würdeund gleiche Rechte haben**), zu fragen, ihres liturgischenRechtes. Sie revidi'rten die Rituale ihrer Diöcesen, gabenneue heraus und führten in ihnen selbst theilweise diedeutsche Sprache ein. Selbst die Mönche, wie die Bene,dictiner in Frankreich, und in Deutschland die von St.Blasien, änderten nicht nur die Breviere, sondern auchdie Missale, ohne daß sic es für nöthig geächtet hätten,die Erlaubniß oder die Bestätigung hierzu sich vom heili-gen Vater zu holen.

4) Das Concilium zu Trient sagt aber: es habe denVätern nicht thunlich geschienen, allgemein in der Volks-sprache Messe zu lesen***).

Antw. Allein kann denn nicht in der Folgezeit et-was thunlich und zweckmäßig werden, was ehemals nichtso schien? Der Beschluß des tridenter Concils war vor-züglich für damalige Zeiten abgesaßt, um die Reformation,die dem römischen Kirchengebäude den Umsturz drohte,Einhalt zu thun. Man glaubte den Protestanten nichtnachgcben zu müssen, und wollte daher ihr Verlangen, auseinem verständlichen Gottesdienste Belehrung, Erbauung,

Vau Lspen. Zus ecoles. uiilv. p. II. 1". 1. cts Lacraui. -»ße». L. 2. ». 10.

Wer nur immer ein Bischof ist, sei cs zu Rom, zu Eugubium,zu Constaniinopcl, zu Rhcgium oder zu Alexandrien, er hat nureinerlei Würde und einerlei Pricsterthum. Sic sind alle Nachfolgerder Apostel. Hieronym u S.

***) Loncil, IHlleiit. Lass. XXII. e. 8.