Druckschrift 
Die katholische Kirche Schlesiens : nebst einem Anh., enth. einige Wünsche eines vieljährigen Seelsorgers
Entstehung
Seite
181
Einzelbild herunterladen
 

181

tetcn und vielumfaffenden Geschäfte. Rom suchte die hier-archische Kette, die c6 bereits um dem Occident gezogenhatte, immer fester zu spannen, und sorgte auf alle Weise,daß nur die lateinsche Sprache überall verbreitet werde.Gregor VII. ließ sich dies besonders angelegen sein, undim I. 1100 degradirte Leo IX. den mainzischcn DiakonHuliibert, weil er in der Kirche zu WormS gegen denrömischen Ritus eine Lection abgelesen hatte. Auch dieUnwissenheit der Zeit mußrc das Ansehen und die Gewaltdes römischen Bischofs immer höher steigern. Die Decreta-lcn waren zum Vorschein gekommen, die dem römischen Bi-schof das Recht, die Liturgie anzuordnen, einraumen*),und mochte sich Hinkmar noch so sehr dagegen strauben,der rvm. Bischof Nicolaus befahl, sie aufzunehmcn**).Die Vater der Synode zu Tribur 895 erklären c. Z0seufzend: „Obgleich unö ein kaum zu ertragendes Joch vomheiligen Stuhle (Rom) aufgelegt ist, so wollen wir es doch tra-gen ***)." Welches ist aber die Beschaffenheit des Klerus, dersich eine fremde Liturgie und eine fremde Sprache beim GotteS-

*) Hichcr gehören die falschen Dccrctalcn c. 2. vis«. 22. §. 6. c.III. g. 6. 13. c. I. XXV. q. 1. Pius I. erklärte alle für

infam, welche Roms Befehl nicht beobachten, c. 3. III. 4. a. 14.XI. 1. c. 3. vis«. 4. a. 2. 4. vis«. 64. c. 1. 2. vlst. 66. c. 1.lli-t. 67. v. 1. 3. vis«. 75. c. 1. Hirt. 76. Bon der Zeit des Mes-selesens und den Gebeten und Cercmonicn der Messe, s. r. 43. 59.68. 71. Oist. I. <le eonseae. Pelagins II. befiehlt den BischöfenGermaniens und Galliens, keine andere Präfationen bei der Messezu gebrauchen, als die in Rom üblichen. >c. 71. vis«. I. «I« con-seei'. etc.

") c. 1. vist. XIX. —

***) Ililrrlioim concil. Oeima». 1'uui II. p. 400,