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Kunst zu verfehlen, und in ihrer eigenen geschieht eS injedem Worte. Eine wunderliche Sache, daß so großeMänner alles dieses fremden Sprachen zu Ehren thun unddie eigne nicht sprechen können." „Da so viele andere,"sagt er ferner, „ihre eigene Sprache ausgebildet haben,warum sollen die Franken allein dieses nicht thun, undsich nicht einmal getrauen, In ihrer Muttersprache das LobGottes zu singen." Durch Ottfried und andere patriotischgesinnte Männer kam eS endlich dahin, daß die deutscheSprache eine Bnchersprache wurde. Ottfried übersetzte dieEvangelien selbst in deutsche Verse. Von seinen deutschenPredigten hat man auch einige Ucbcrbleibsel* **) ). Auch gabes schon andere deutsche Ucbersetzungen der Evangelien.Walafried Strabo, Benediktiner-Abt auf der InselReichenau um das Jahr 900, berichtet: „Die Gothenhätten gleich anfangs bei ihrer Bekehrung um 400 schondie Bücher in die alt-deutsche Sprache übersetzt, wovon zuseiner Zeit noch Eremplare da waren." Auch berichteter, daß die Scpthcn in Tom,' ihren Gottesdienst in die-ser Sprache halten. Im neunten Jahrh. sinken wir deut-schen Kirchengesang von Ratpert (-s-897), Mönch in St.Gallen"*). Doch fruchtete dies wenig. Karl d. Gr. unvsein Freund Alkuin starben viel zu früh für ihre ausgebrei-
*) 6cl>ilter 'Hsskiui'us I'entonie. I'oin I. 11 et 21.
Schniidt'6 Geschichte der Deutschen. 1. Lhl. 3. B. 9. C. S. 357bi6 35^. d leun Hist. eeol. IX. DisO. II. e. 7. Dknnlrec:. eon».-ment, r!« Vinllolron. 3 Oku Ik. 757.
**) De rliv. oll. c. 7. I'lour^ II. D. IH. I. 17. Berthold,
Einlcit. in die Schriften de6 A. u. N. T. Erlangen 1613. S. 711.