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ticn und in Schwaben das Evangelium, ohne die deut-sche Sprache zu verstehen- Gallus, sein Schüler, er-lernte auch die gemeine Sprache *). Der kluge, thätige,schlaue Bonifacius **), der selbst eine nicht zu recht-fertigende Kriecherei gegen den römischen Bischof bewies,opferte seiner Anhänglichkeit an Rom das Wohl der deut-schen Nation auf, die er in sklavische Abhängigkeit vomrömischen Stuhle brachte. Indem er alles nach dem Mu-ster der römischen Kirche einrichtcte, brachte er die latei-nische Sprache in den Gottesdienst. Bei seiner sklavischenAbhängigkeit von Rom würde er, wenn Rom geforderthätte, er solle den Gottesdienst arabisch halten, wie dertreffliche Werkmeister***) spricht, cs gethan haben,wenigstens so lange sein Interesse damit verknüpft gewesenwäre. Gregor ll. machte es ihm zur ausdrücklichenBedingung, überall nach dem Muster der römischen Kir-chenverfaffung zu verfahren, über deren Einrichtung er ihmein ganzes Buch mit gab und befahl ihm, sich in schwie-rigen Fällen Rath in Rom zu erholen. Er selbst leistetdem römischen Bischof den Eid der Treue****). AuchKarl d. Gr. suchte in Deutschland, selbst unter den Sach-sen den römischen Ritus zn verbreiten, ohne daß man doch
*) 6erbert vet. I3curzis ullemsii. s>. I, I. e. II. 35.
**) Moser, Geschichte der päpstlichen Nuntien in Deutschland. 1.Bd. S. 32.
***) (Werkmeister) Beiträge zur Verbesserung der kath. Litur-gie in Deutschland. Ulm 1789. S. 46.
****) Ilcmildeiiis 6P. 163. acl. 861 ' 1 'lH'. Schmidt's Geschichte derDeutschen. 1. Thl. S. 374. Ulm 1778-,
Kathol. Kirche Schlesiens.
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