ändern. Sie ließen cs ans die Probe durch den Zweikampfund durchs Feuer ankoinmen. Zwei Soldaten mußten, dereine für die gothischcn, der andere für die römischen Ge-bräuche kämpfen. Der gothisehe Soldat siegte. Nachherwarf man zwei Ritualien, ein gothisches und ein römisches,ins Feuer. Jenes soll unversehrt geblieben, dieses verzehrtworden sein*). Doch Gregor VII. siegte auch hier,wie überall, mit Gewalt und List. Er überredete Al-vhons VI., König von Castilie», und dessen GemahlinConstantia, aus dem burgundischen Hause, die moza-rabische Liturgie abzuschaffen, vorzüglich unter dem Vor-wände, sie enthalte Glaubensirrthümer. Den Unwillen deraufs höchste erbitterten Spanier konnte Alphons nur durchdie Verordnung besänftigen, daß die alte Liturgie in sechsangesehenen Parochialkirchen beibehalten werden sollte**).
Oon» rei-. litue. Idi'. I. e. 2. zi. 220. k'kiiei» Hist. ä'ülssigAno
l'ome III. 237. 241. 246. IVIneiniin cle iel>. Hinz,. I. 6. c. 18.Georg Aug. Hoof, von den Ordalie» oder Gottcsurkheilcn 1784.S. 25.
**) ?lls sic 1285 bis auf einige Feiertage verdrängt war, faßte,wie früher schon Petrus de Mcndoza, Erzbischof in Toledo,der berühmte Franz Lime nes de Ci s n er o s mit BewilligungFerdinand's und Isabellcn ' S den Vorsatz, die alte mozarabi-scüc Liturgie hcrzustellen. Er ließ 1500 durch den Cardinal Ortizund andere gelehrte der gothischeu Sprache mächtige Männer ein-»isssle nioüin^iliiciim aus dem Gothischen ins Latein übersetzen unterdem Titel: >»!ss:>Io inixlu», seouitUum i-egnlsin l>. Isiünri ilictuni »>o-r»>'ict>icu>» herausgcbcn und zu Toledo durch ein geist. Collegium,dem er Einkünfte und Privilegien auswirkte, den Gottesdienst täg-lich in diesem Ritus halten Später wurde zu Salamanca und Val-ladolid eine ähnliche Einrichtung getroffen. Das von Ortiz heraus-gcgebcne Miffale wurde, als blinder Eiferes zum Feuer verdammtbatte, von Ein. deAzavedo aufs neue herausgegeben. Julius!!.