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ist völlig Eine, sie laßt sich nicht andern, nicht bessern.Alles Uebrige, die Weise des Unterrichts und Benehmens,laßt Aenderung zu." Tertullian*). „Vieles ist an an-dern Orten und zu andern Zeiten anders. Dadurch weichtman aber doch von dem Frieden und der Einigkeit derkatholischen Kirche nicht ab." Firmilian**). „Unser HerrJesus Christus hat uns," spricht Augustin***), „wie erim Evangelium selbst versichert, ein leichtes Joch aufgelegt.Deshalb hat er die Gesellschaft des neuen Volkes durch Sa-kramente vereinigt, deren Zahl klein, deren Gebrauche leicht,deren Bedeutung vortrefflich ist .. . Was in den verschiede-nen Oertern und Gegenden der Erde verschieden ist, . .. kannbeobachtet oder nicht beobachtet werden ... denn was demGlauben und der Tugend nicht widerspricht, soll man fürgleichgültig halten, uud sich nach den Gebrauchen der Ge-sellschaft, in der man lebt, richten." Augustin, römischerMissionar in England, fand Bedenken, daß die Gewohn-heiten in den Kirchen so verschieden waren, da doch derGlaube nur einer ist, und daß die Messe in den KirchenGalliens anders gehalten würde, als in der Kirche Roms,und schrieb deswegen an Papst Gregor d. Gr. Dieser ant-wortete ihm-s): „Du kennst die Gewohnheit der römischenKirche, du bist ja darin erzogen. Doch rathe ich dir, dumöchtest, wenn dir einige Stücke in den Kirchen Galliens,oder in was immer für einer, besser und Gott gefälliger
*) Os vltArir. vel.
**) Oj). ucl 5.
***) ^Vu^ustin. s^i. 1Ss». 15.