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Die katholische Kirche Schlesiens : nebst einem Anh., enth. einige Wünsche eines vieljährigen Seelsorgers
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einzelnen alten Liturgien, die alle von einander abweichen*).Ich dürfte nur erinnern an Gregor von Nazianz, Basi-liuö, Chrysostomus, deren jeder in seiner Kirche das Rechtzu haben glaubte, die gottesdienstlichen Formen zu ändern.So war selbst das Glaubensbekenntniß nicht überall gleich,sondern verschieden abgefaßt, wie dieses die Symbol« deöIrenaus, des Tertullian, Cyprian, Cyrillus u. s. w. zei-gen**). Vorzüglich aber übten alle Bischöfe in Afrika dieAutonomie ihrer Kirchen aus, und waren überzeugt, siehätten bloß allein Gott Rechenschaft zu geben von derVerwaltung ihrer Kirche. Man erinnerte sich in ver-alten Kirche an den Ausspruch Paulus:Prüfet alles,und behaltet das Gute," an die Freiheit, die unsChristus von mechanischen jüdischen Gebräuchen erworben,und welche uns die Apostel überliefert haben. Galat. 4,3t- 5, 1 und 13 u. s. w. Demnach richtete man die Gol-tesverehrung nach den Forderungen des Orts und der Zeitein und änderte stets an ihr bis auf jene Zeiten, wo eingeistlicher Despot sich frech anmaßte, allen Menschen einunverständliches Einerlei zu befehlen. Man hielt fest ander Einheit des Glaubens, alles klebrige war dem Gesetzeder Mannigfaltigkeit unterworfen. Nur einige Aussprücheder Väter mögen genügen:Die Vorschrift des Glaubens

*) Von den orientalischen Liturgien habe ich bcrcirö oben geredet.Man findet sie bei üerunielot i. c. ^.Krslismus Lvbelknsis s,iot. inootaioznin Lbecl tesu p. 134, zahlt so oricnt. Liturgie». Aberauch im Occidcnt bilden sich die afrik., röm., Mailand-, vcnetian-,alemannische, gallic., anglic., mozarab.'Liturgie. S- Augufiia. a. O.

**) ItinZiiüin, 1-om. I. zi. 113.