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Die katholische Kirche Schlesiens : nebst einem Anh., enth. einige Wünsche eines vieljährigen Seelsorgers
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gehalten. In diesen Sprachen wurde nicht bloß gepredigt,sondern auch gebetet und gesungen. In diesen wurde» dieliturgischen Handlungen verrichtet*). Die seit dem vier-ten Jahrhunderte her verfaßten und noch in den orientali-schen Kirchen üblichen Liturgien sind eben so viele Beweisefür die ursprüngliche Anwendung der Muttersprache inder Liturgie**). Dies geht auch aus der Tbeilnahme desVolkes am Gottesdienste hervor. Priester und Volk bete-ten gemeinschaftlich und fangen wechselsweise Psalmen undLieder. Bischöfe und Priester weisen in ihren Vorträgendas Volk öfters auf das hin, was ihm vorgelcsen wurde,was es gesungen und gebetet hatte. Sic fordern von ihm,daß es die Lesestücke, Vorträge, Gebete und Lieder ruhigund lernbegierig höre, sie erwäge und befolge. Sicherlichhätten dies die Väter, ohne sich selbst und dem Volkelächerlich zu erscheinen, nicht thun können. Auch wurdenalle Gebete, ja die Consecration selbst, in der alten Kirche

-) l^used. Itenauilot. tMurAinnim Oiientollurn colleetio l. t. clisreit. i. c. 6, z,. 45 et 47. k-nis. 1716. Ilclin. iLlsrtene c!e notig.Lede». nt!k>. 1. I. v. 3. §. 2. Es kann hier nicht meine Meinungseyn, alle einzelnen Werke der großen Altcrthumsforschcr Paine-lins, Muratori, Lco Allati » s, Goarius, L e B r u n,Selvaggi, Orsi, Merati, Gavanri, Krazer, Blancbi-ni, Ballerini, LhomasiuS, Bona, Menardus, Rocca,Zaccaria, Gerbcrt, Mabillon, Vicecomcs, Sc Com re,Pinius, Mamachii, Llsscmann, Le Br et, Brasch i u.s. w. bei den einzelnen Liturgien anzuführen. Man sehe AugustiDenkwürdigkeiten aus der christlichen Archäologie, 4. Bd. Lpz. 182t.

**) Mehrere christliche orientalische Völker vereinigten sich seit demI. 1300 mit der katholischen Kirche. Auf die geleistete AnerkennungRoms wurde ihnen gestattet, ihre ursprüngliche Liturgie in der ur-sprünglichen Sprüche zu halte».