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Die katholische Kirche Schlesiens : nebst einem Anh., enth. einige Wünsche eines vieljährigen Seelsorgers
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ligen Schrift vorgelesen, ein salbungsvoller Vortrag dar-über gehalten, das heilige Abendmahl gemeinschaftlich ge-nossen und der Schluß gemacht mit einer Sammlung fürBedürftige. So stellt sich uns dar das heilige ehrwürdigeBild des neutestamentlichen Gottesdienstes. Nichts kommtin demselben vor, was bloß auf die Sinne berechnet ge-wesen wäre, sondern alles zweckt dahin, zu belehren, hei-lige Gesinnungen und Gefühle zu erregen und mit demheiligen Feuer der Liebe alle zur wechselseitigen Erfüllungihrer Pflichten zu ermuntern. Der Wille Gottes ist eureHeiligung, i. Thess. 4, 3. Nom. 1 Z, 8 10. Jac. 1,27. Weil aber die Religion der Liebe nicht bloß aufein Volk beschrankt, sondern die Religion aller Zeiten undVölker werden, und nicht in auswendig gelernten Formelnoder in sinnlosem Gaukelspiel bestehen soll, sondern in derAusübung, so predigen sie, gestärkt am Pfingstfeste durch denheiligen Geist und mit der Gabe der Sprachen beschenkt,allen Nationen in ihrer Muttersprache das Evangelium,und verfassen selbst nicht in der syro-chaldäischen, sondernin der weit verbreiteten und überall verständlichen griechi-schen Mundart die Erzählung von den Lhaten, Lehren,Schicksalen und Anstalten Christi, so wie die Geschichtevon dem, was sich nach seinem Tode in den christlichenGemeinden zutrug, und ihre eigenen Ermahnungsschreibcn.Von unverständlichen Redensarten, von einem heiligenHalbdunkel bei stammenden Kerzen, von Blicken und Ge-berdcn des Funclionärs, um nach Art der Hierophantendie Augen der Andächtigen magnetisch anzuziehcn, wissendie Apostel nichts. Eine solche Erbauung ist ihnen unbe-