können mechanische Handgriffe, in einer dein Volke unser«siändlichen Sprache gemacht, der Religion und Kirche einAnsehen geben, da sie beide zur Verbesserung der Men-schenhcrzcn und zur Heiligung ihres Wandels bestimmtsind und jene diesem doppelten Zwecke schnurgerade entge-gen arbeiten? Das Ansehen des Dieners der Religionmag allenfalls in den Augen des Volkes gewinnen, indemer sich als Kenner einer fremden Sprache, und gewisserrechtmäßiger Handgriffe zeigt, indessen der Weisere denKopf schüttelt, wenn er den Diener der Kirche in einerfremden Sprache allerlei Handlungen vornehmen sicht.Er weint eine Thräne der Wehmuth, daß cs nicht andersist, wie es so leicht anders sein könnte. Der hochverdienteselige Werkmeister äußert: ,, Unsere abendländische Li-turgie hat ihr Dasein, ihre Vergrößerung und ihre ge-schmacklose Zusammensetzung meistens den Päpsten undandern römischen Gelehrten zuzuschreiben. Sie hat alleFehler, die die Liturgie nur immer haben kann. Simplici-tär, Reinigung der Begriffe, Ordnung der Theile undSchönheit des Ganze» mangeln ihr überall. Dagegen stelltsie uns ein verworrenes, unzusammenhängendes Ganze vor,worin der Geist der Kleinfügigkeit überall herrscht. Woes nur immer möglich war, sind römische Principien an-gebracht, die den andächtigen Priester für Roms Anmaßun-gen einnehmen und ihm dieselbe unter der Gestalt christli-cher Gebete als wahres Christenthum einflößen sollen. Wieallmählig durch Päpste vermehrt, so ist sie auch durchPäpste mehr verdorben worden. Sie trägt unverkennbareSpuren aller rohen Jahrhunderte, deren jedes von seinen
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Die katholische Kirche Schlesiens : nebst einem Anh., enth. einige Wünsche eines vieljährigen Seelsorgers
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