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Hefen etwas an die Liturgie ansetzte, oder einen aus denersten Zeiten des Chrisienthums übrig gebliebenen Zug derSchönheit wegwischte*)." Doch wozu eine Jeremiade.—Ein kurzer Ueberblick der Liturgie und eine kurze Darstel-lung der von Rom eingeführten, das Christenthum schän-denden Andächteleien soll Alles klar darthun. Wahrhaftig!ein Jahrhundert später wird das vom Aberglauben, Prie-ster-Despotismus und Priestertrug glücklich befreite Volksich wundern, wie seine Vorfahren so arg haben geblendetund getäuscht werden können und wird, wie Winter sichauödrückt, seine Befreiung vom Aberglauben und vom Af-terdicnst zwar mit weniger Kunst, aber nicht mit wenigerBegeisterung, als Tasso jene von Jerusalem, besingen!!! —
§. 16 .
Die Muttersprache.
Die größte Thorheit und zugleich die höchste Unver-antwortlichkeit ist cs, daß das Pfaffenthum**) den Got-tesdienst nach und nach von dem Gottesdienste der Laiengänzlich abgesondert, und statt der Muttersprache überalleine fremde, dem Volke unverständliche Sprache ringe-führt hat. Um die Sündlichkeit eines solchen Verfahrenseinzusehen, darf man nur Rücksicht nehmen auf den Zweckaller religiösen Versammlungen. Der Zweck aller religiösen
*) Beiträge zur Verbesserung der katholischen Liturgie in Deut-schand. Ulm 1789. S. 19.
**) Biedere Geistliche, die schon längst ihre Stimme mit Frcimuthdagegen erhoben haben, oder wohl gar bereits ihre Liturgie in deut-scher Sprache halten, sind hier natürlich nicht gemeint.