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Die katholische Kirche Schlesiens : nebst einem Anh., enth. einige Wünsche eines vieljährigen Seelsorgers
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stehen und behält mit ihr alles Unzweckmäßige, allen Un-glauben, allen Unsinn, den der verdorbene Geschmack, derAberwitz, die niedrige Gewinnsucht verflossener Jahrhun-derte ausgeheckt haben, bei. Darf man sich wundern, daßMenschen von gebildetem Geschmack und zartem GefühleLein Kirchengehen immer mehr entsagen? Nur Fantasten,mystische Frömmler, die sich in einem die Sinne blenden-den Pompe gefallen, deren es auch unter den Protestan-ten jetzt viele gibt, und blinde Anhänger des Alten, dienicht sehen, wo Alles klar vor Augen liegt, und Andereauch nicht gern sehend machen wollen, oder ihnen Sand indie Augen zu streuen suchen, können behaupten, cs sei al-les rein und heilig im katholischen Ritus, wo doch über-all der besonnenere Mann, der Christusfreund, Auswüchse,Verderblich und Fäulniß sieht. Es ist schon längst unterden Katholiken die Behauptung vielfach ausgestellt wor-den, daß mit der Liturgie und den liturgischen Bücherneine Radical-Verbesserung Vorgehen müsse. Nicht bloßMänner, die erst ins Amt traten, und alles neu zu schaf-fen Lust hatten, sondern auch Männer, die tiefe Wissen-schaft besitzen, und denen eine gereifte, vieljährige Erfah-rung zur Seite sicht, haben ihre Wünsche laut geäußert.Man höre nur aus Kaplers Magaz.ni Jahrg. IV. Bd. 1.H. 1 . die Stimme eines Seelsorgers:die Liturgie ist un-ter Katholiken eine bedeutende Sache, die eine eigene Arbeitfür uns Seelsorger ausmacht. Ich siehe bereits mehrereJahre in der Seelsorge; aber das eine Liturgie nennen, wasman uns als solche vorgibt und doch nur Mechanismus ist dazu konnte ich mich noch nicht bereden lassen. Wie