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denden Ceremonicndienst betäubt, durch die fremde Sprachein Unwissenheit erhallen, durch den Priestern einträgliche,die Moralität und die Christusreligion untergrabende An-dächteleien unter dem Scheine der Religion um Geld undVerstand jämmerlich geprellt. Daher die traurigen Folgen,die ich schon oben beschrieben habe, und die von der täg-lichen Erfahrung bestätigt werden. Das Volk schreibt denäußern Ceremonien eine eben so große und unverbrüchlicheVerbindlichkeit zu, als der Religion selbst, verwechseltwohl gar das Aeußere mit dem Wesen, hält die Beobach-tung der Gebräuche für die vorzüglichste Tugend, die Ver-säumung derselben für das höchste Verbrechen, und diewirkliche Ausübung des Christeuthums, durch Gerechtigkeit,Wohlthätigkeit und Menschenliebe für bloß zufällige Tu-genden, deren Uebertretung durch jene heilige Hebungen ver-gütet wird. Nur die Phantasie des Pöbels wird im Got-tesdienste zu einer gedankenlosen Andacht entzündet: sobaldsich die Einbildungskraft wieder abgekühlt hat, so ist auchdie ganze Furcht des Gottesdienstes aus seinem Herzenverschwunden. Man muß sich verwundern, daß das ka-tholische Volk nicht noch tiefer im Aberglauben und in derSittenlosigkeit versunken ist, als cs nach seinem Gottes-dienste sein sollte. — Man klagt so sehr über Mangel anReligiosität, und über Abnahme der Besuche der Gottes-vcrehrungen und mag es sich nicht gestehen, daß die Haupt-ursache in den Gebrechen des Gottesdienstes liegt. AlleZweige der menschlichen Cultur, Wissenschaften, Künsteu. s. w., haben Fortschritte gemacht, nur in der Liturgiebleibt man mit unverantwortlicher Indolenz beim Alten