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schwindet deck, stets mit dem letzten Accord die Rührung,und die gesättigte Andacht weiß nichts weiter zu sagen,als: es war schön. — Durch die elende Ficdclei in un-fern gemeinen Stadt- und Landkirchen wird dem gemeinenVolke ohnehin jeder gute Gedanke aus dem Herzen hcr-ausgcjagt; so wie das ganz grauliche Geplerre nur dieGedankenlosigkeit befördern kann *). Wie sollten auch dieHände, welche den Pflug oder andere schwere Werkzeugeführen, die Fertigkeit erlangen, ein musikalisches Instru-ment gut zu spielen? Fehlt es ihnen doch gewöhnlich sogaran Zeit und Gelegenheit, sich in der Musik, die viel Ue-bung verlangt, gehörig auszubilden. —
Diese Musik ist cs, welche das Volk zerstreut, auchmacht, daß jedes auf etwas anders denkt, jedes etwas an-ders betet. Sie ist es also, die dem Volke Anlaß gibt,daß es wahrend der Musik verschiedenen Andächteleien, ver-schiedenen Privatandachten und Gebeten, die den Aber-glauben, zum Grunde haben, und gar nicht den wahrenGeist des Christenlhums enthalten, obliegt. Würde esalso dem wahren Chrisienthum, dem Geiste unserer Re-ligion nicht weit angemessener und zuträglicher sein,wenn das ganze Volk seine Stimme in gut gewählten herz-erhebenden Liedern zu dem Allmächtigen, dem Geber allesGuten ertönen ließe. Solche Liever wären das schicklichsteund nützlichste Glaubenslehrbuch für das ganze Volk.
*) Vorzüglich ist et- ärgerlich, wenn an hohen Festen in den ge-meinen Stadt- und Landkirchen der Prediger mit dem fürchterlich-sten Getöse auf die Kanzel hinauf und von derselben herunter beglei-tet, oder am Ende des Gottesdienstes ein Marsch geblasen wird.