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wir auch in der heutigen Beschaffenheit unserer kirchlichenInstrumental-Musik Grund genug, sie wo nicht ganz ausden Kirchen hiuauszuschaffen, doch wenigstens sehr viel zumäßigen, und in enge Schranken zurückzuführen. — Kön-nen wir wohl für die Wiedereinführung des Gesangs indie Kirchen, und dadurch für die Belebung der Religionin den Gemeinden stärkere Gründe haben, als das Beispieldes Erlösers, der Apostel und der alten Kirche? Ist nichtder einfache, majcsiatsvolle Kirchengesang der Heiligkeit un-sers Gottesdienstes weit angemessener, als die lärmendeInstrumental-Musik, die leider heut zu Tage nicht seltenzu einer Opernmusik ausartet, ja oft sogar wirkliche Opcrn-stücke aufnimmt? Muß nicht eine solche Musik, anstattdas Volk zur Andacht zu bewegen, es vielmehr von derwahren Andacht und Versammlung des Geistes abziehenund zerstreuen? Man gehe nur in die Kirchen, wo reizendeInstrumental-Musik aufgeführt wird, sehe sich die vielenGecken an, denen man es am Gesichte, an jeder Biegungihres Körpers anmcrkt, sie seien da, um sich über — dieProzession lustig zu machen, ihre Augenweide zu pflegenund ihre Ohren zu kitzeln, zumal wenn einTheaterhcld oderHeldin, oder wohl gar, clictrr llorr-eirclnm, ein Castratden lieben Herr Gott in unverständlichen Tönen loben muß.Mag dieses nun auch nicht immer der Fall sein, so ver-
bind, Zcitgcnüffcn dcS heil. Bernards, t» s^ec. cliai-t. l. t. c. 23.Oiirollts Dttroiiuieus Oone. HIed. I. 2. e. 51. Mehrere Cvnciiicn,bei Viin , IVIuitinns Oerlreit de ekNttlck 6t inusie» sacru '1'. II.
t^j>!s Illijs. 1774 und dessen Lcri^wres de niu8ica sruns 111.di. 17^4.