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Ambrosius in Mailand cingeführt, und erhielt hier denNamen die ambrosianische oder mailäudische. So wardalso in der alten Kirche der Gesang angewendet, um dieReligion den Menschen einznpstaiizen *). — — Bei derherrschenden Unwissenheit und Barbarei des Klerus unddeö Volkes seit dem Anfänge des Mittelalters, und beidem Beharren der Verwaltung des Gottesdienstes in einerSprache, die dem Volke unverständlich wurde, wurde derGesang allmählig auf den Klerus beschrankt. Auch dielärmende Instrumentalmusik kam erst nach und nach in derEpoche des Mittelalters auf, wo die Reinheit der Religionund der guten Sitten sich immer mehr verlor, zu einer Zeit,wo man das Wesentliche der Religion auf die Seite setzte,und verschiedene alberne Eeremonien und Andächteleien ein-sührte, indem man die Meinung hegte, daß äußerlichePracht, Pomp, Schimmer und lärmendes Getöse Gottmehr gefalle, als das innere Gefühl und die andächtigenRegungen des Herzens. Gegen diese gleich bei ihrem Ur-sprünge unmännliche, freche und wollüstige Kirchenmusikeiferten viele vortreffliche Männer**). Und gewiß haben
*) Um nicht die größcrn Werke von Bona, Forkel n. s. w. an-zuführen, die selten sich in Len Händen eines Geistlichen befinden,empfehle ich zum Nachlesen über diesen Gegenstand: Die öffentliche»Gottesverchrungcn der katholischen Christen u. s. w. S. 288 — 359,Geistliche Konstanzer Monatsschrift, 2. Jahrg. 7. Heft. DenAnfsatz:Versuch einer Gejchichte des geistlichen KirchengesangeS, mit vorzüg-licher Hinsicht auf den deutschen katholischen Kirchengesang . . . .Augusti Denkwürdigkeiten Thl. 5.
**) Ilona «Io «tivina ibsalinollia L. 17. §. 3. Wild. I.in«lanus inrmixelio Lvongel. l. 4. §.78. Aelsrcdus, Abt zu Rheval in Eng-