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Die katholische Kirche Schlesiens : nebst einem Anh., enth. einige Wünsche eines vieljährigen Seelsorgers
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Sinnesänderung eben so »achtheiligen Gebet- und An-d a cb tsbücher. Unter allen Mitteln sich zu erbauen undzu belehren, ist dem gemeinen Mann sein Gebetbuch das ehr-würdigste und zugleich das angenehmste. Es ist der Prüf-stein seines Glaubens, die Quelle seiner Sittlichkeit. DieLehren und Ermahnungen seines Seelsorgers auf der Kan-zel, im Umgänge, im Beichtstühle können unmöglich sol-chen Einfluß auf ihn haben, als sein Gebetbuch, mit dessenreligiösen Vorstellungen er ganz vertraut ist. Was hatnun unser Volk größtentheils für Belehrungs- und Er-bauungsbücher in Händen? Das Leben Christi und Ma-ria von einem Kapuziner, dem P. Cochem, geschrieben,voll schädlicher und schändlicher Farben, entstellt durch dieaberwitzigsten Anmerkungen und Lehren. Sodann das Le-ben der Heiligen, auch von einem Kapuziner, dem P.Dionys von Luremburg, oder einem ähnlichen Schmiererverfaßt, bei dessen Lesung man nicht weiß, ob man überdie erzählten Possen mehr lachen, oder über die eingestreuteMöuchsmoral mehr weinen soll. Gebetbücher, wie dergoldene Himmelsschlüssel, der große und kleine Baumgar-ten, der christ-katholische Kern aller Gebete, das Gebet-buch der zwei heiligen Schwestern Gertrud und Mechtildis,das Mutter St. Annenbüchel, der katholische Seelenweckerund andere dergleichen Bücher, in denen die schändlichstenLügen, die allerwidrigsten Begriffe von Gott, der Religion,der Tugend, den Pflichten, der Verehrung der Heiligenund dem praktischen Christenthum enthalten sind. Allent-halben trifft man auf Stoßgebete, Seufzer zu Gott umglückliche Sterbestunde, und andere vom Aberglauben und

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