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wlnnen, allerhand Gelübde rhnn, des Jahres ein paarMal wallfahrten, die Fasten pharisäisch beobachten, denProcessionen beiwohnen, recht viele Messen hören, den Ro-senkranz, Brüderschastsgcbete und andere höchst elendeGebetsformcln Herableiern, öfters beichten und commnniciren,die römischen Heiligen fleißig anrufen, ihre Bilder verehren undmit dem größten Aberglauben angehörendcn Gebrauchen sichhcrumschlagen. Wohlhabendere Personen können, wenn siewollen, frömmer sein, weil es von ihnen abhängt, anderefür sich beten, wallfahrten, Messe lesen zu lassen und ei-nen beträchtlichen Thcil ihres Vermögens nothdürftigenVerwandten zu entziehen. Allein das ächte Chrisicnthumkennen sie zu wenig, um die wahre, gemeinnützige, men-schenfreundliche Tugend desselben zu üben, um so viel Gu-tes in der Welt zu wirken, als in ihren Kräften ist, umbillig, gerecht, rachsüchtig gegen alle zu sein und die all-gemeine Menschenliebe thätig zu beweisen.
Jndeß der katholische Pöbel tief im Aberglauben ver-senkt liegt und all sein Chrisienthum In Wcrkheiligkeit undin mechanischer Bewegung des Leibes setzt, woran das Herzwenig oder gar keinen Antheil hat, schweift eine andereMenschenclasse zu dem andern Extrem aus, das noch weitschlimmer ist, zum Jndifferentismus und Unglauben.
Diese Schilderung gibt ein treues Bild von den trau-rigen Folgen des religiösen Unterrichts, wie wir ihn größ-tentheils bei den Katholiken finden. Wie aber soll diesemVerfall der Religiosität abgeholfen werden?
1) Das wichtigste Mittel sind unstreitig gute Ka-techismen. Daß die Katechismen ein nothweudigeö